Die Küste liegt im Nebel es ist 13 Grad kühl. Die Ganze Stimmung erinnert an einen dieser schweren Herbsttage in der Schweiz. Gruusig 😝
Nichts desto trotz: Namibia ist unglaublich vielfältig. Wüste, Berge, Küste, Canyons, Trockenflüsse, Wasserfälle. Das Land überrascht uns landschaftlich immer wieder. Die 10km lange Lagune 42km südlich von Walvis Bay ist zum Beispiel ein bedeutendes Feuchtgebiet und Heimat einer riesigen Vogelkolonie. Flamingos, Seeschwalben, Kormorane, Pelikane und viele andere seltene Wasservogelarten.
Wir machen heute eine 4x4 Tour. Diese Fahrt bei der Walvis Bay gehört zu Namibias anspruchvollsten Offroad-Strecken. Es gibt keine fixe Route der man folgen kann. Viele Touristen haben sich in der Vergangenheit mit ihren Fahrzeugen im weichen Sand festgefahren und mussten dann hilflos zusehen, wie die Flut den Wagen ins Meer zog. Seit drei Monaten darf man nicht mehr selbst in die Düne fahren. Ich finde das gut, auch zum Schutze der Dünen und der Tierwelt. Unser Fahrer bewegt das Auto virtuos über Dünen und Strand, fühlt genau, wo der Sand trägt und wo nicht. Es geht sehr steil auf- und abwärts. Die Fahrt ist wie eine Achterbahn! Zum Glück gibt es das Mittagessen erst, als wir wieder einigermassen ruhig fahren können 😵💫🤭 Ich esse meine erste Auster. Bisher hatte ich mich immer davor gedrückt. Es ist nicht ganz so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe, aber nun auch nicht so fein, dass ich das wieder brauche.
Die Halbtagestour dauert 3,5 Stunden. Vieles der Küste liegt am Anfang der Tour noch im Nebel, doch wir haben das Glück, dass sich der Nebel verzieht. Diese Weite und Farbwelt ist erneut absolut überwältigend und wunderschön! Wir sehen wieder Oryxe, Springböcke und Echsen. Vögel. Robben im Wasser.
Wir queren auch Salzgewinnungsbecken. Wer beim Mallorca-Blog im Frühling mitgelesen hat, weiss hoffentlich noch wie das funktioniert; weshalb das Wasser und auch die Flamingos rosa sind. Sonst könnt ihr es nochmals nachlesen 😉 Es ist die grösste Anlage in Afrika. Die Becken sind wirklich riesig. 35‘000 Tonnen Salz pro Jahr werden exportiert.
Die Dünen sind hier Gelb, nicht mehr Rot. Das ist so, weil der Sand hier aus dem Meer immer wieder frisch zugeweht wird und in der Namibwüste liegt der Sand schon VIELE Jahre. Das Eisen im Sand oxidiert dann mit den Jahren und wird deshalb Rot.
Am Morgen vor der Tour spazierten wir an der Strandpromenade von Swakopmund. Der Jetty – das ist ein Steg, der über dem Wasser liegt – hat was Mystisches in diesem Nebel. Ansonsten haut uns Swakopmund nicht aus den Socken. Vielleicht ist es bei warmen und sonnigen Tagen weniger trostlos. Doch heute macht es verhalten Freude. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir nicht gedacht, dass wir noch einen so wunderbaren Nachmittag in den Dünen haben! Ahh und wir mussten uns noch vor Strassenverkäufern wehren, sonst hätten wir mindestens 10 Schlüsselanhänger. Sie schnitzen diese wahnsinnig schnell! Sie sagen es sei eine Kastanie und zeigen zur Palme… Doch was das genau für eine Frucht ist, weiss ich also nicht. Auch egal, sie sind hübsch die Anhänger.Die Verkäufer brauchen eine Bewilligung. Heute kam nämlich die Polizei zu uns, weil sie das Gefühl hatte, wir werden belästigt. Sie hat uns darauf hingewiesen nur zu kaufen, wenn sie die Bewillung vorweisen können. Sie konnten und so waren am Schluss alle zufrieden 😊
Abendessen im «The Tug», direkt am Jetty. Unser Kellner Romeo war absolut toll, wir haben sehr zusammen gelacht! Doch auch das Essen war unglaublich lecker. Abends übrigens, nimmt man selbst für wenige Meter das Auto.
Morgen geht es weiter der Küste entlang und näher zu den Elefanten…
Guet Nacht ✨



















































































































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