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Namibia | Tag 9 | Ankunft Skeleton Coast

 

Die diversen Robbenkolonien an Land und zu Wasser, begleitet von farbenfrohen Pelikanen, vervollständigen die Eindrücke diesen Landes. Der Leuchtturm beim Pelican Point erinnert an die vielen gesunkenen Schiffe vor der Küste Namibias und gibt zugleich einen tieferen Einblick in die interessante Geschichte des Landes. Bei uns steht alles im Nebel… 


Ich habe ganz tief geschlafen und fühle mich wieder etwas besser, wenn auch noch immer etwas müde. 14 Stunden Erholung hatte meine Uhr gemeldet und so hatte es sich auch angefühlt… 


Nach einem feinen Frühstück – das Homemade-Granola ist der Hammer – geht es geht weiter. Heute haben wir wieder eine lange Etappe vor uns. Nicht unbedingt von den Kilometern her, aber da wir viel auf unbefestigter Strasse fahren müssen, kommen wir natürlich nicht so schnell vorwärts. Wir kennen das bereits aus den Kapverden und Uganda/Ruanda. African Massage 🙃


Wir fahren aus der Stadt heraus. Es ist 10 Grad mit Nieselnebel. Die Menschen sind auf dem Wege zur Arbeit. Sie queren oft, dick eingemummelt, die Strassen. Wir sitzen im geheizten Auto. 


Gestern mussten wir noch unsere Luftklappe am Auto reparieren, der Draht war gebrochen. Mit Zange und neuem Draht ging es Mithilfe eines Mitarbeiters des Hotels ans Werk. Diese Klappe ist sehr wichtig, damit sich der Heckraum nicht mit Sand füllt. Sie muss auf Offroad immer offen sein. Also eigentlich immer 😂


Wir haben heute sieben Stunden Fahrt vor uns und wir müssen spätestens um 15 Uhr bei Mowe Bay sein. Da dürfen wir nicht selbst reinfahren. Ihr könnt also selbst rechnen.


Wir sehen einige Wüstenfüchse und am Strassenrand kann man überall Salzkristalle kaufen. Es hat wieder Salzbecken. Später fahren wir an verlassenen Öl- und Kristallminen vorbei. Wir halten bei der ersten Robbenkolonie bei Cape Cross. Es stinkt gruusig nach Urin. Es müssen 10’000 dieser Robben sein! Wir halten auch bei einem Schiffsfrack, da sehen wir Löwenspuren. Grössere und kleinere Tatzen… Schnell wieder einsteigen!


Nach fünf Stunden Fahrt kommt die erste Kreuzung. Es ist die Abzweigung nach Damaraland. Wir müssen weiter. Uffff. 


Die Skeleton Coast im Westen Namibias ist rau und gleichzeitig ein Ort von überbordender Schönheit, mit schier endlosen Sandstränden und eben den Robbenkolonien. Namibias Skeleton Coast erstreckt sich vom Swakop River bis zum Süden Angolas und besteht aus kilometerlanger, sandiger Wüste entlang des Atlantischen Ozeans. Der Kontrast vom hellen Sand und dem tiefblauen Ozean ist einzigartig.

 

Das Einfahrtstor am Ugabmund Mowe Bay zum Nationalpark schmücken Totenköpfe, die durchaus als Programm zu verstehen sind. Die Skelettküste ist ein Ort, der Menschen seit jeher das Fürchten lehrte. Mehr als 100 Schiffe sind wegen des dichten Nebels, der rauen See, unberechenbarer Strömungen und stürmischer Winde an der Skeleton Coast gestrandet. Halb begraben, ragen ihre Skelette noch heute aus dem Wüstensand. Das Salz zerfrisst ihre rostigen Rümpfe. Dazwischen bleichen die Wal- und Robbenknochen in der Sonne. Ihren Namen verdankt die Skelettküste aber keinem Schiffs- sondern einem Flugzeugunglück. Der Schweizer Pilot Carl Nauer verschwand 1933. Der britische Jornalist Sam Davis kam danach auf die Idee, diese Küste so zu bezeichnen. 

 

Trotz des lebensfeindlichen Charakters der Skeleton Coast, gibt es eine ganze Reihe wilder Tiere zu beobachten, zum Beispiel wüstenangepasste Elefanten, Nashörner, Wüstenlöwen, braune Hyänen, Schakale, Giraffen, Oryx, Kudus und Zebras. Auch einige Pflanzen trotzen dem trockenen Klima der Skeleton Coast, die aber nur dank des Nebels vom Atlantik überleben. Wir sind gespannt was wir sehen werden! 


Dann endlich kommen wir mit einer 15minütigen Verspätung in Mowe Bay an. Sie hatten bereits ins nächste Dorf gefunkt und gefragt, wann wir es passiert hätten. So konnten sie einschätzen wo wir stecken. 


Wir lassen also unser Auto stehen. Beim Abschliessen der Heckklappe bricht der Schlüssel ab. Nein! Wohin stecken wir unser Gepäck wenn wir zurückkommen…?! Nun gut, das können wir jetzt nicht lösen. Also Gepäck umladen und dann geht es gemeinsam mit einem Schweizer Paar – Jacqueline und Daniel über die Dünen weiter. Weiter und Weiter. W e i t e r . . . Bis zur Shipwreck Lodge mitten in der Pampa. 


Auch hier werden wir zwei Nächte verbringen. Es ist die einzige Lodge an diesem rauhen Eck des Landes. Viele lassen diesen Abschnitt aus und fahren direkt nach Damaraland. Was mich grundsätzlich erstaunt ist, wieviele Leute die Strecken nicht mit dem Auto, sondern mit Inlandflügen lösen. Ich finde, gerade die Fahrten zählen oft zu den Schönsten Abschnitten! Nun gut, die Strecke heute war von der Länge her, definitiv grenzwertig. Aber das hatten wir im voraus gewusst. 

     

Die Shipwreck Lodge ist einzigartig gelegen. Die Zimmer bieten einen atemberaubenden Blick auf die Küste und den Atlantik. Wunderschön. Wir sind im Himmel 🤍


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