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Namibia | Tag 10 | Ausflug Skeleton Coast

 

Gestern durften wir kuschelig warm mit eingeheiztem Schwedenofen und Bettflasche einschlafen. Draussen pfiff der Wind um die Hütte. Herrlich 🥰


Wir haben ganz wunderbar geschlafen in dieser Abgeschiedenheit. Am Morgen haben wir diverse Tierspuren um unser Häuschen vorgefunden. Wüstenlöwe? Wüstenfuchs? 


Aus der Bettdecke hervorkriechen braucht Überwindung. Es ist kalt geworden im Häuschen und draussen ist es neblig. Doch wir sind guten Mutes, dass heute die Sonne kommt.


Wir unternehmen eine Ausflugsfahrt und die Sonne setzt sich tatsächlich bald durch ☀️ Wir fahren durch dieses reglementierte Naturschutzgebiet. Die Auflagen auch für die Lodge sind sehr streng. Es ist eine Eco-Lodge; Strom wird mit Solarenergie gewonnen. Schimi erklärt uns unterwegs viele weitere interessante Dinge. Als wir im trockenen Flussbett fahren, zeigt er uns ein Video vom Frühling, als das Wasser von der Regensaison kam. Wie eine Lawine rollt es an und reisst Dünen und Bäume mit. Unvorstellbar! Sooooooo viel Wasser! Und jetzt ist schon fast alles wieder trocken. 


Unser Mittagessen – ein Braai – haben wir mitten in der Natur. Ein Braai sind Grilladen. Bei der Rückfahrt bleiben wir kurz vor der Lodge im Sand auf einem Hügel stecken. Schimi gräbt das Auto wieder aus und unternimmt einen neuen Versuch etwas weiter rechts. Mit viel Feingefühl und Geduld schaffen wir es über die Düne. Gut gemacht!  


Später spazieren wir geführt (wegen der Wüstenlöwen) zum Meer. Am Morgen, wie auch jetzt, sind Jaqueline und Daniel dabei. Wir sind eine harmonische Gruppe. Wir haben das Spazieren dem Squadfahren vorgezogen 😉 


Namibia kann so viel mehr, als «nur» Safari! Es sind völlig unterschiedliche Landschaften und Klimazonen. Rote Dünen, raue Küsten, Busch, Savanne, unterschiedlichste Gebirge, trockene Flussbette oder Wasser mitten im Nirgendwo. Und dann diese endlosen Schotterstrassen, auf denen man oft stundenlang niemandem begegnet. Namibia ist also auch Staub im Gesicht und der Moment, in dem man merkt: Hier draussen gibt es gerade nur mich und diese Landschaft.


Jeder Tag ist einfach überwältigend. 


PS: Hier gibt es einen Wein der «Lozärn» heisst. Lustig! Nachfolgend die Erzählung dazu.


Kathleen May Müller wurde in Südafrika geboren. Die Verbindung zur Schweiz: Als der Erste Weltkrieg ausbrach, musste ihr deutscher Vater in der deutschen Armee dienen. Daraufhin floh Kathleen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einem Truppenzug in die Schweiz. Sie ließen sich in Luzern nieder.


Diese Zeit in der Schweiz prägte sie so stark, dass sie später, zurück in Südafrika, ihre neu gekaufte Farm im Robertson Valley nach dieser Stadt benannte. Die heutige Weinmarke nutzt dafür die mundartliche, schweizerdeutsche Aussprache: Lozärn.



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