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Namibia | Tag 13 | Privat Reserve

 

Das Damaraland verschwindet im Rückspiegel, das Hinterland öffnet sich. Schotter der durch trockene Flussläufe führt, wird zu Asphalt. 


S c h n u r g e r a d e .  L a n g e  Z e i t. 


Als erste Pendenz des Tages müssen wir jedoch in die Autowerkstatt im nächsten Ort Khorixas (1,15h Fahrt). Wir hatten etwas Diskussionen mit der Autovermietung wegen des Schlosses 🙄 Sie fragten, ob wir ohne Möglichkeit abzuschliessen weiterfahren möchten. Wir meinten ja, weil das Gepäck nie alleine im Auto ist…

Daraufhin meinten sie, dass wir aber viel bezahlen müssen, wenn der Kühlschrank geklaut wird. Grrrrr 😩Jetzt fahren wir also in eine Garage (sie wurde von der Vermietung vorinformiert) und lassen das Schloss von Hermann auswechseln… Dafür gibt es halt keinen versteinerten Wald. Die Welwitchas übrigens, die hier überall stehen, können bis zu 2000 Jahre alt werden. Das sind so Agaven-ähnliche Pflanzen die aber zu der Art der Bäume gehören. Sie haben oberflächliche Wurzeln, welche den Nebel aufnehmen. Sie sind also sehr empfindlich und man sollte deshalb 4m Abstand halten. 


Unterwegs erwischt uns noch ein brutaler Bump. Wir fliegen alle drei mitsamt Gepäck, Brillenetuis und Wasserflaschen in die Höhe und crashen mit voller Wucht wieder zu Boden. Es knirscht, schäppert und jault… Du meine Güte! Die Flaschen plaziert es wieder an denselben Ort. Wir schauen uns alle verdutzt an und fangen nach dem ersten Schreck zu lachen an. Noch Stunden später müssen wir über diesen sehr harmlos aussehenden Bump der soviel mehr war, lachen. Krass, was dieses Fahrwerk aushält! Das Gute daran, Christian ist wieder etwas weniger übermütig unterwegs ☺️


Hermann erwartet uns bereits. Wir vertreiben uns vor der Werkstatt die Zeit. Lesen, Blog schreiben, ins Nichts schauen, Gespräche führen und Christian geht neben der Werkstatt zum Coiffeur. Wir sind DIE Attraktion des Dorfes. Kinder gesellen sich bald zu uns. «Hello how are you…» tönt es von allen Seiten.


Das Schloss scheint gefixt. Nun wird auch noch das hintere linke Rad abgeschraubt. Wir verlieren Öl. Das war wohl der letzte Bump. Beim nächsten Halt realisieren wir, was die Reparatur des Schlosses war; die haben einfach das Schloss soweit ausgebohrt/feilt, dass man nun mit egal welchem Werkzeug (Sackmesser, Münze, Schlüssel…) das Schloss öffnen kann. Echt jetzt? DAS ist die Lösung?! Dafür haben wir 1,5h am Strassenrand gehockt? 


Während unserer Fahrt säumten unzählige riesige Termitenhügel, mindestens zwei Meter hoch, die Strasse. Aber auch viel mehr Menschen sind auszumachen. Mit Holz auf dem Fahrrad, mit dem Eselkarren, Kinder welche zur Schule gehen… Bald erreichen wir unser Ziel. Die Etosha Oberland Lodge befindet sich auf einem 5500 Hekar grossen privaten Naturreservat und grenzt 10 Kilometer an den weltberühmten Etosha Nationalpark. Es wird hier eine grosse Tierpopulation geschützt. Als erstes sehen wir die kleinste Antilope Namibias, das Dik-Dik. Megaherzig 🥰 


Direkt vor der Lodge stehen die Breitmaulnashörner. Sie haben drei Jungtiere. Krass, sie sind sooooooo nah. Beim Abendessen spazieren wir ungeschützt an einer Mutter mit Jungtier vorbei, das löst schon ein bisschen ein mulmiges Gefühl aus, denn vorhin sahen wir sie noch kämpfen und rennen. Und, die sind schnell! Ausserdem sehen wir Blue und Black Wilderbeest (Gnu‘s). Scheinbar kommen jeweils auch die Giraffen zum Wasserloch. Auch heute haben wir kein Glück. Es ist eine unglaublich tolle Lodge, wir sind hier aber nur eine Nacht. Lias geht – nach Rücksprache mit der Lodge – joggen und sieht eine Zebra- und Streifengnuherde vor ihm die Strasse queren. 


Abends zählt er auf, was er schon alles für Fleisch/Fisch gegessen hat: Zebra, Springbok, Oryx, Kudu, Lamm, Rind und diverse Fische.

 

Namibias Schutzgebiete wirken nicht inszeniert. Die Natur gibt den Rhythmus vor, der Mensch folgt bestenfalls. Das ist wunderschön ❤️ 


Morgen fahren wir in den Etosha Nationalpark rein. Da sollten wir die Big Five (Löwe, Nashorn, Elefant, Büffel und Leopard) sehen. 


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