Wir sind komplett überwältigt vom heutigen Tag!
Wir sahen viermal Löwen. Zuletzt eine Familie mit 14 Löwen inklusive vier Babys (drei oder vier Monate alt). Ausserdem eine Black Mamba 😝 Doch von vorne…
Die Natur lässt einen einfach staunen. Tiere und Landschaften sind nicht nur Kulisse – sie berühren, beeindrucken und lassen einen innehalten. Man fühlt sich klein und gleichzeitig genau richtig. Die Tiere in freier Wildbahn zu erleben ist ein Erlebnis. Nichts wird wohl aber an die Begegnung mit den Gorillas in Bwindi herankommen, das hat mich so unglaublich tief berührt. Das hatte ich mir auch schon sehr lange gewünscht und dafür gespart, so, dass ich mir diesen Wunsch zum 50zisten Geburtstag erfüllen konnte. Doch auch die anderen Wildtiere zu sehen ist natürlich sehr bewegend!
Es ist heute Morgen 3 Grad und knapp zwei Stunden später bereits 16 Grad und nach dem Mittag wohl rund 30 Grad… Wir machen eine morgendliche Pirschfahrt im Etosha-Nationalpark. Mit offenem Fahrzeug 😬 Warm eingemummelt und zusätzlich mit prall gefüllter heisser Bettflasche auf den Knien und einer Decke. Dennoch ist es brrrrr-kalt. Doch nur bis der erste Löwe in Sichtdistanz ist, dann schiesst das Adrenalin in die Adern!
Ach. Der Etosha ist eine Wildnis wie aus dem Bilderbuch und Namibias grösster Nationalpark und auch einer der grössten in Afrika. Doch im Etosha Nationalpark gibt es nur die «Big Four» nicht die «Big Five» – Elefanten, Löwen, Leoparden und Nashörner – die Büffel fehlen. Macht nichts, wir «jagen» eh nicht den «Big Five» hinterher, sondern geniessen es einfach die Tiere – egal welche – in ihrer natürlichen Wildbahn zu erleben.
Die Stimmung im goldenen Morgenlicht ist absolut magisch 🧡✨
Wir sehen bald zwei Löwenweibchen und einen Löwen. Ausserdem einen Marshall Eagel (Adler), diese Art sei hier fast so selten zu sehen, wie ein Leopard. Wir können uns also glücklich schätzen! Wir sehen auch Zebras, Impalas und Giraffen. Ausserdem kreisen 24, 25 oder 26 Geier am Himmel – ich versuche zu zählen – da muss was erlegt worden sein…
Bei der Rückkehr in die Lodge, es ist mittlerweile kurz nach 11 Uhr und die Sonne wärmt nun schön, geniessen wir den eingefeuerten Hottub (ich sass noch nie in so einem Ding) und schauen in die Weite. Waschen den Staub ab. Das Wasser ist nicht ganz so warm wie ich mir erhofft habe, aber absolut annehmbar. Christian und ich wissen seit gestern auch, was es mit unserem grossen Zimmer auf sich hat – es ist die Honeymoon-Suite. Weshalb wir zu dieser Ehre kommen, weiss ich nicht 🤭 Sie liegt total abgeschieden. Wir sind Nr. 12, Lias hat die 1, direkt beim Haupthaus.
Hier dürfen wir übrigens nicht selbst raus (nicht mal wenige Schritte). Es braucht jedesmal ein Telefon, damit wir abgeholt und gebracht werden. Sie haben hier Löwen, Elefanten und Nashörner, die für uns gefährlich sein könnten. Nachdem ich gestern gesehen habe wie der Elefant mit den Ohren flatterte und trötete als das Auto an ihm vorbeifuhr oder heute einmal mehr die Grösse der Löwen realisiere, nehme ich diesen Aufwand freiwillig auf mich 😅 Nach dem Hottub geniessen wir das feine Mittagessen. Ein Elefant besucht das Wasserloch. Hektik bricht aus. Alle lassen die Teller stehen und gehen zur Terrasse. Wow!
Später chillen am Pool. Lesen. Mittagsschläfchen. Fotos sortieren. Ein bisschen relaxen tut gut. Lias hat vorgestern meine Uhrdaten gecrasht. Er war
joggen damit. Nun sagen mir die Daten ich hätte eine Trainingsbereitschaft von 1 und müsste mich fünf Tage ausruhen 😂 Meinem Magen übrigens gehts wieder gut ☺️
Am späten Nachmittag trudeln völlig überraschend Jacqueline und Daniel ein. Schön.
Abends gibt es eine Sundowner Pirschfahrt im Onguma Game Reserve. Das 34'000 Hektar grosse Onguma Game Reserve liegt an der östlichen Grenze zum Etosha Nationalpark. Die weiten offenen Ebenen und die faszinierende Buschlandschaft sind auch hier Heimat einer grossen Tiervielfalt.
Wir sehen eine junge Black Mamba. Sie ist etwa einen Meter lang und glitzert in der Sonne. Den Kopf hat sie aufgestellt. Ausgewachsen wird sie drei Meter lang! Ich finde sie schon so mit ihrem orangen Hals sehr furchteinflössend. Diese Schlange ist sehr giftig.
Später erspähen wir eine Löwengruppe von 10 Löwen! Zwei ausgewachsene Löwen brüllen im Hintergrund herum. Die Weibchen sind auf Pirsch. Eines nach dem anderen quert vor uns den Weg. Sie lassen sich nicht stören, sie sind auf Mission. Schleichen… Sie versuchen ein Impala zu jagen, kreisen es ein, erwischen es aber nicht. Später sehen wir die ganze Familie noch mit den vier Jungtieren im Scheinwerferlicht. Sie spazieren vor uns her. Völlig gelassen. Irgendwann legen sie sich hin und wir haben keine andere Möglichkeit als zu Wenden und einen Umweg zu fahren.
Wir geniessen ein schönes und sehr feines verspätetes Abendessen – Löwen sei Dank. Seit gestern nehmen wir die Malariaprophylaxe ein, da wir nun in die feuchteren Gebiete kommen. Die superlauten, total rüpelhaften und stetig fluchenden Amerikaner scheinen abgereist zu sein. Es gibt echt Menschen, die können sich nicht benehmen… Umso ruhiger ist es heute.
Morgen werden wir ausschlafen und uns durch das zauberhafte Frühstücksbuffet schlemmen und all die leckeren Sachen die es sonst noch gibt ausprobieren.
Was für ein Tag!
PS: Habt ihr gewusst, dass die dunkle Färbung an der Schwanzspitze und hinter den Ohren der Löwenmama als Orientierung für die Babys dient, so, dass sie sehen wo die Mama im Gras ist?





































































































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