Unser Zambezi- oder auch Sambesi- Abenteuer beginnt in Rundu. Der Weg in die Zambesi-Region ist weit, sehr weit. Ein Zwischenstopp in Rundu wird also für die meisten Reisenden – wie auch für uns – die richtige Wahl sein. Sonnenuntergänge gehören in Namibia zum abendlichen Ritual. Wenn der glutrote Feuerball aber im Okavango versinkt, ist das doch etwas ganz besonderes.
Für den Tourismus in Namibia hat die Zambezi-Region eine grosse, stetig wachsende Bedeutung. Doch nach Rundu ziehen auch immer mehr Flüchtlinge aus der Grenzregion und so ist Rundu mittlerweile die zweitgrösste Stadt Namibias nach Windhoek. Die Stadt Rundu grenzt an Angola und liegt am Ufer des Kavango-Flusses im Norden Namibias.
Die Stadt und sein Umland sind für Kunsthandwerk bekannt. Die hier lebenden Kavango sind geübte Holzschnitzer. Ihre Produkte gibt es in der gesamten Region, aber auch auf Märkten in Okahandja, Rundu und Windhoek zu kaufen. Ansonsten bietet der Flusslauf des Kavango ausserhalb von Rundu Angebote wie Bootstouren mit Tierbeobachtungen.
Unser Tag beginnt wie jeder Morgen; mit viel Sonne ☀️ Der Meerwasserspray für die Nase und die Lippenpomade sind meine ständigen Begleiter. Die Luft ist wirklich furztrocken – vorallem in dieser Region hier. Dazu kommt der superfeine Staub. Begleitet werde ich deshalb auch unentwegt von Niesen. Ha-tschiiiiii.
Beim Verlassen des Zimmers finde ich noch einen schönen Malkasten. So eine tolle Idee! Leider habe ich zu spät in diese wunderschön geschnitzte Holzbox geschaut…
Wir fahren heute in Richtung Wasser, Grün, Krokodile und Flusspferde. Wenn ich die vielen Löwenfotos von gestern anschaue, fallen mir die verschiedenen Gesichter der Löwen wieder auf. Oftmals lassen sich auch Kampfspuren/Verletzungen ausmachen. Ja, das ist ein hartes Leben… Und wir konnten drei Meter entfernt daran teilhaben! Es war manchmal schon ein etwas mulmiges Gefühl. Doch auch die Zebras erstaunen mich immer wieder. Jedes hat eine andere Zeichnung. Es ist wie mit unseren Fingerabdrücken. Keine Zeichnung ist wie die Andere! Die Zebras hier haben übrigens weisse Beine und einen «blutten» Bauch, wohingegen bei den Gebirgszebras die Zeichnung bis über die Beine und um den Bauch herum geht.
Die Verabschiedung der letzten Lodge fällt mir schwer. Hier hätte ich gerne noch einen Tag länger verbracht. Pool und Massage und Tierwelt genossen. Ja. Es hat einfach alles gestimmt! Die lieben, sehr aufmerksamen Menschen, das feine Essen und das unglaublich schöne Ambiente. Die Tränen stehen zuforderst, bereits schon, als wir uns von Petra und Hansjürg aus Riehen verabschieden. Zwei ganz herzliche Menschen. War schön euch kennengelernt zu haben! Gute Weiterreise nach Sossusvlei. Geniesst es, es ist wunderschön! Gemeinsam mit Jaqueline und Daniel werden sie am Montag den direkten Edelweissflieger von Windhoek nach Zürich besteigen.
Auf einer mehr oder weniger gut geteerten schmalen Strasse (dennoch ist Tempo 120) die kilometerweit – eigentlich die ganze Strecke lang – schnurgerade verläuft, fahren wir in Richtung Rundu. Es ist eine eher langweilige Strecke mit viel Verkehr, vielen Dörfern, Schulen und Feldern nacheinander. Die tatsächlichen Herausforderung sind lebensmüde Wiesel oder Rebhühner oder die grossen entgegenkommenden Lastwagen oder Kuhherden. Dann der erste Pipi-Stopp… Als wäre das bisle zwischen zwei Autotüren mit Wind nicht schon Schwierigkeit genug, bekomme ich Nasenbluten. Na toll. Also abklemmen und zuerst die tropfende Nase in den Griff bekommen. So stehe ich mit Nastücher in die Nase gestopft, mit einer kühlen Cola-Dose im Nacken am Strassenrand. Und ich muss wirklich bisle…! Irgendwann versiegt die Blutquelle und ich kann mich dem anderen Geschäft widmen. Endlich.
Später gibt es am Strassenrand Brennholz, Kürbisse und Schnitzereien zu kaufen. Und, wir haben einen Schwertransporter nach dem anderen vor uns. Doch die Lastwägeler sind superfreundlich, sie blinken links wenn man nicht überholen kann und rechts wenn es gut ist (hier ist nämlich Linksverkehr). Sie machen einen prima Job. Es gibt von unserer Seite ein «Pannenblinker-Danke» und von Hinten ein «Lichthupen-Bitte». Sind wie ehrlich: Such das mal in der Schweiz 😩
Unser neues Domizil ist um einiges einfacher als die Lodges vorher. Es sind ganz kleine und einfache Holzhäuschen, aber direkt am Fluss. Das Häuschen ist etwa so gross wie das letzte Badezimmer 🤭 Es trennt uns nur der Fluss vom Nachbarsland Angola. Die Zeit wechselt die ganze Zeit hin- und her – Angola ist eine Stunde hinterher. Eir haben ein Gnusch mit der Uhrzeit. Das wird noch schwierig mit dem pünktlich sein 🤔
Morgen gibt es einen ruhigen Tag.
PS: Die lustigen Vögel mit den gebogenen gelben oder roten Schnäbel sieht man überall. Umgangssprachlich heissen sie Banana- und Chilibird, wegen der Schnäbel. Lustig, oder? 🍌🌶️

































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